Algorithmen sind längst nicht mehr nur „Technik im Hintergrund". Sie steuern, welche Inhalte in Feeds auftauchen, welche Videos als Nächstes vorgeschlagen werden und welche Nachrichten wir häufiger – oder eben kaum – wahrnehmen. Damit formen sie Informationsräume: Sie priorisieren, sortieren und bewerten. Oft geschieht dies aber nicht nach gesellschaftlicher Relevanz, sondern danach, was Aufmerksamkeit erzeugt. Im Rahmen der Aufmerksamkeitsökonomie, in welcher sich die großen Plattformen bewegen, bedeutet Aufmerksamkeit gleich Geld. Das hat Folgen – für Meinungsbildung, für Diskussionskultur und für die Fähigkeit, Informationen einzuordnen. In diesem Beitrag geht es darum, die Logik dahinter verständlich zu machen: Welche Signale fließen ein? Warum verstärken sich bestimmte Inhal...